Terence Blanchard – Magnetic

Masterpiece

 

Das ist nun schon seine 20.ste Soloscheibe – meine erste von ihm, liegt hier schon ein halbes Jahr rum, und endlich, bei strahlendem Sonnenschein, finde ich die Zeit rein zu hören. Bei Stück Don’t Run, diesem höllisch rasenden Bop-Stück spürte ich, die Platte ist mehr als nur ein bisschen Öl für Ohren. Und siehe da. Ron Carter am Bass. So könnte das drei Tage und vier Nächte weitergehen. Was die Platte herausragend macht: Sie bleibt nie auf der Stelle stehen und hat durch die herausragenden Teilnehmer, dem satten Raum, den schönen Kompositionen (jeder der Musiker hat seine zum Gesamtwerk beigetragen!), vom Verspielten bis zum Treibenden, dem immer Kraftvollen – eine enorme Bandbreite – Großstadtmusik mit galaktischen Sprengseln – da hörst du’s von Miles bis Brecker – wo es in Pet Step geradezu hinein wuchtet, in der Mitte des Stücks kriegst du Angst um deine Anlage – ohne Worte – mit allen Kräften – auch was Lionel Loueke an der Gitarre so zwischen zimbelt – klar geht das so nicht endlos weiter. In Hallucinations wie nicht anders zu erwarten: Geschwurbel – das nur eins will: Thema ausbreiten – um der Trompete die Bühne zu schenken – wow ! – und wieder Loueke. Mit No Borders ende ich diese Sätze, bevor ich hier abhebe. Die Platte ist a wonderwork – Allein wie sie aus dem Trommelwirbel von Kendrick Scott aufsteigen – ! Man kann gar keinen einzeln herausstellen. Doch: Alle einzeln:

Terence Blanchard: trumpet; Fabian Almazan: piano; Kendrick Scott: drums; Brice Winston: tenor saxophone (1, 2, 5, 6, 10); Joshua Crumbly: bass (2, 4-6, 8-10) Ron Carter: bass (1, 3); Ravi Coltrane: soprano saxophone (3), tenor saxophone (4); Lionel Loueke: guitar (4, 5, 9).

 

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