Annique – Heads Up

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Copyright Label: Asphalt Tango Records

 

…. über Koby Israelite auf diese Aufnahme aufmerksam geworden – ein Soundtüftler und Multiinstrumentalist, der auf dem John Zorn Label Tzadik schon vier Aufnahmen platzieren konnte. Unter der Kurzbeschreibung zu „Blues from Elsewhere“ stehen über ihn so Dinge wie „eigenwillig, genial, produktiv, avantgardistisch und passt in keine Schublade“ – Blues from Elsewhere .

Zu dieser Aufnahme: Im Vergleich flügelleicht schwebend mit dem Klar-Gesang von Annique – da werden Erinnerungen an den Erfolg von Caro Emerald wach – zumal es mit „Love of My Life“ gleich sommerlich wird, eingängig, hymnisch, ein Ohrwurm. Wer glaubt, dass das so bleibt, hört es

In „Never Forget the Times“ dunkel und tragisch leuchten, fast dramatisch – ein Song, der je nach Stimmung Schütteln macht – um wieder heiter abgefedert zu werden in „Loved Not Understood“ – da ist beim Konzertbesuch schon jetzt zu ahnen, wie das abgeht.

„Whisper“ – eine Ballade – im Duett mit Gitarre – rauchig atmosphärisch – ein Herzensbrecher. Hier sehr schön zu spüren, wie Koby Israelite dem Song mit allen Beteiligten einen Raum gibt – echte und schöne Herzenssache.

In „It’s Life“ haben wir es orchestral – wuchtige Talfahrt unter leichten Brücken – ein Ausflug in die Rockoper der Siebziger? Ein sehr wuchtiges und großes Volumen in der Stimme.

„No Man‘s Land“ – mit leichten Schritten und schönen chromatischen Schleifen – filmreif. Die ganze Aufnahme: eine große Stimme in schöner Klangwelt – In „London’s Burning“ unüberhörbar: Annique gibt alles. Dieser Film wird wieder abgefangen: Ähnlich „Whisper“ im Duett – so arrangiert, dass bei allem Wirbel, den die Instrumente erzeugen, die Stimme trotzdem ihren Raum bekommt.

Die Aufnahme gefällt mir rundum – einziger Wermutstropfen: ist man erstmal in eins der Stücke eingetaucht – wie in „Fly Little Bird“ – ist es leider schon vorbei – aber: man kann sich aufs nächste freuen: – und wenn alles durch ist, gleich nochmal von vorn. Eine Aufnahme zwischen Heiterkeit und Melancholie – flügelleicht mit Herz – sehr fein! Ein schönes Debut mit unverkennbar großem Potential.

Annique – vocals; music box (track 6), Koby Israelite – drums, percussion, keyboards, guitars, accordion and clarinet; backing vocals (track 7); electric bass (tracks 10,15), Yaron Stavi – upright bass (tracks 2,3,8); electric bass (track 15), Don Chandler – electric bass (tracks 4,13), Neil Charles – upright bass (tracks 5,7,11,14,16), Reut Regev – flugabone, baritone horn and slide trumpet (track 7); trombone (tracks 7,15), Joe Taylor – classical guitar (tracks 11,13), Ofir Gal – electric guitar (track 13), John Telfer – baritone saxophone (track 13)

Label: Asphalt Tango Records
Copyright: (C) 2014 Asphalt Tango Records

 

 

 

 

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