noch mal reingehört …

stolenmomentsIch habe eine verlässliche und umfangreiche Quelle ausfindig gemacht, das ist das Buch von Peter Rüedi, Stolen Moments, ein fulminantes und wuchtiges Begleitbuch zu seit 1983 erchienenen Jazzplatten. Abundan gibt es auch Hinweise auf Platten jenseits der Flat-B und der Blue Notes. Da ist zum Beispiel neben Tom Waits gleich im ersten Jahr seiner Sammlung vom Orgasmus des Wals zu lesen – eine Formulierung des werten Jürg Laederach*, der, wie ich lesen darf, ebenso Jazz begeistert sich mit Rüedi abundan austauscht – und also auch begeistert ist von den Aufnahmen eines Otto Klemperer zu Schubert, Bruckner und Schumann, da musst du erstmal drauf kommen. Klemperer als Meister der Klimax (urspgl. rhetorisches Stilmittel zur Steigerung von Ausdruck, altgr. Stufe Leiter Treppe) der Wal, in seiner, Klemperers Sprache, rast von Orgasmus zu Orgasmus – und wenn ich nun selbst den Bruckner, 4 Sinfonie auflege – möglicherweise habe ich nicht die richtige Aufnahme – aber die ich von Klemperer habe, ist schon gewaltig (Symphonies Bruckner 4-9 mit dem Londoner Philarmonia Orchester – das wird sie wohl sein, wo ich nun auf Walfang gehe – Moby Dick lauert hinter jeder Saite) – also:

Diese verlässliche Quelle nun verleitet mich zu weiteren Käufen, lässt mich nachholen und suchen und finden, was ich immer schon verpasst habe. Zumal mein „Ausstieg aus dem Jazz“ ungefähr zu dem Zeitpunkt stattgefunden haben muss, da Rüedi zu publiziern begann, knapp verfehlt ist eben auch daneben. Da läuft man in Düsseldorf hinter den neuesten Modegags des New Wave her – findet nichts als verkokste und zugeknallte Typen, die sich mit 30 das Leben nehmen wollen, man schenkt ihnen die We want Miles, weil die sich so geil anhörte in einem dieser haschisch verdröhnten Nächte, wo man bis in die Früh zusammensaß und nichts anderes machte, als Miles Davis zu hören, und klar, zugeknallt ist We want Miles das zugeknallteste überhaupt – den totalen Knockout übrigens verpasste mir Pat Metheny Mitte der Achtziger in einem Freilichtkonzert, ich meine, es war sogar zum Jazzfest – eine unglaubliche Nummer: ganze 45 Minuten spielte er. Und ich fühlte mich wie eine Plattitüde an, die verbrauchteste Leere, eine frisch rausgehauene liegende Fünf – da läuft man also von Düsseldorf nach Berlin in einen Streifen hinein, der einen prombt in die Indie-Musik abtauchen lässt, als Antwort auf Metheny ich mir ertmal Sonic Youth reingemetert habe, geflext sozusagen, mit der Wirkung einer mehrtägigen Depression über soviel schlechten Kommerz. (Der Metheny war der schlechte Kommerz wohlgemerkt, während ich Sonic Youth als abgrundehrlich empfand. Ironie der Geschichte)

Der Jazz war also seit mindestens 1985 mausetot in meinem Schädel. Da hat Rüedi offenbar mit Kolumnen und Artikeln über Jazz ein paar Kröten verdient – das Buch liegt nun vor seit einem Jahr – und schenkt mir Einblicke in nie Gehörtes. Und sicher kann man das bedauern: es sind längst nicht mehr alle Platten zu haben. Aber schon noch eine ganze Menge, inzwischen sogar als Mp3 – und wer will, findet auch noch Vinyl – zu selbstverständlich vollkommen überzogenen Konditionen – aber die gab es schon immer. Vor allem die Sammler der unkaputtbarsten weil seltensten Stücke. Hier nun also und hoffentlich gewinnbringend ein paar Notizen zu meinem Hörer-Leben/Hör-Erleben, entlang dieses Buches. (Natürlich nicht nur, wäre ja noch schöner, wenn Rüedi durch mich einen Fan gewonnen hätte – beileibe – ich bin mein eigener Fan mit einem Klavier auf hochdeutsch zerlegt beim Spielen von Beethoven und Schubert – nein, ich werde niemandem eine Kostprobe schenken, ich übe noch, hab‘ eh keine Zeit – Mensch, was ist das bloß mit den Stunden die einem verrinnen, ich krieg‘ schon Herzattacken deswegen – schnell schnell – hechel ich wieder – mehr als 30 Jahre nach meinem Deja Vu mit We want Miles hinter dem her, was ich ohne, dass ich es gewusst hätte, wahrscheinlich gar nicht vermisst hätte – Auch gut. Hier nun mein Ehrenwort: ich werde aus dem Buch nicht zitieren, sprich abschreiben – das gehört sich einfach nicht – sondern bestenfalls immer wieder darauf hinweisen: was, sollte auch das nicht erwünscht sein, dazu führen kann, dass ich es eben nicht mehr erwähne – es muss sich eh jeder selbst kaufen – sowieso: heißeste Empfehlung in Sachen Jazz seit J.E.Behrendt.

Autor: Peter Rüedi, Lektorat: Bruno Gut – Gestaltung: Müller + Hess, Basel – Bildredaktion Musiker: Lars Willumeit – Fotografie Schutzumschlag: Tom Haller  – Copyright 2013 EchtzeitVerlag GmbH, Basel

*Jürg Laederach: ein Phänomen oder nicht, ein Geist in meinem Zimmer – selten dichte und nicht immer leichte Sprache – eine Bereicherung für den Leser und seine inneren Sprachkanäle – die Frage wollte mir kaum über die Zunge, was er so macht, als ich schon sah, dass es tatsächlich 2011 ein Buch von Laederach gibt mit dem nicht wenig verlockenden Titel „Harmfuls Hölle – in dreizehn Episoden“, Leseprobe ist schon unterwegs.

_Pause: es folgen Platten,

benniewallace
Label : Enja Cover Art: Sibylle Areco, Cover Design: Michael Stückl

Big Jim’s Tango, von Bennie Wallace/Dave Holland/Elvin Jones von 1983

Enja – 1982 5 Stücke. Geht gleich los mit einem Tango – Wallace am Tenorsaxophon – Dave Holland am Bass – bleibt das Schlagwerk von Elvin Jones – der gibt den Tango vor – mit einem Augenzwinkern gehts in My Heart Belongs to Daddy weiter – während Wikipedia mir verrät: einen Deutschen Schallplattenpreis gab es für The Fourteen Bar Blues, suche ich die Platte, muss ich in den USA ordern für 8 $ – da sehen wir schon: selbst Preise schützen nicht – alles taucht ab wie es wieder auftaucht – der große Fisch mit seinem Dampfrücken und den Fontänen für Begeisterte – das müssen Unmengen Luft sein, die ein Wal in die Fontäne gibt – das müssen Unmengen Luft sein, die Bennie Wallace getankt hat – um sie auf Green and Yellow nichtmal rauszulassen – ach was, schießt es durch meinen Schädel – soll ich nochmal lesen, was Rüedi da schreibt – nein, forpidden – aber mir fehlt jede Menge Hintergrundwissen – ich kann wieder nur I like it sagen – das quietscht und hupt und pupt und stöhnt, der nimmt die Oktavesprünge wie andere mit dem Seil hüpfen – nimmt meinen Schädel mit, wippt und springt, aber das allein erklärt noch nicht den Schwung hier. Sie haben es auch asynchron – um kurz und knapp dem Abgrund zu entkommen, Freejazz (fürchterliches Wort!) zu testen – bevor sie abschmieren. Break und ab gehts. Sagen wir so. In diesem Blog spricht das Bild eh, was ich nicht sagen kann: das ist mit viel Witz und nicht ernstnehmbarer Leichtigkeit und einen Kreuzgittergesang auf dem Sax getrieben ein herrlicher Spaß – der Wallace spielt ein eigenes Tempo gegen Bass und Schlag – und die permante Wiederkehr des Themas, hups, und hup, was sagen, wenn alle Worte aus dem Sax zu kommen scheinen. Ohne zu früh in Rüedi nachgeguckt zu haben, höre ich schon jetzt: die Platte kannst du weiterempfehlen, ohne Wenn und Aber. Dann guck ich doch wieder kurz in den Text von Rüedi: Da kommt ein Wallace mit Rucksack. Der Rucksack ist voller Figuren, Hausgötter vom alten großen Coleman Hawkins, zum raffinierten Don Byas, dem effektheischenden und haschenden Charlie Ventura, den virtuos eleganten Flip Phillips, den mit Understatement heizenden Paul Gonsalves, den rauchig bauchigen Ben Webster. Und Johnny Griffin. Und Sonny Rollins, den Untoten, mit all seinem Punch – siehst du, werter Leo, da geht ein weiteres Buch auf: Da ist neben Ben Webster und Johnny Griffin nicht ein dir bekannter Epigone, nicht ein Epitaph, auf dem ihre Namen eingeritzt wären, es ist dies ein Leo mit einem Namensloch im Gedächtnis – nicht nur das, es sind keine Namen da – was soll ich nun machen – hinter jede Platte, die ich gefunden habe, einfach schreiben: Habe ich bei Rüedi entdeckt, gefällt mir?! Das wird eine schöne Bildersammlung, mehr nicht. Soll ich etwa in mich hinein exaltieren – schauen, wann der Webster oder der Griffin mit seinem Saxophon auf meinen Muttermond trifft? – ich kann nur sagen : very nice – yeah baby, Dave Holland – dimmdimmdimmdimmdimmdimmdimm – schauen wir mal, wo der abgeblieben ist: Letzte Platte 2012: Prism. Die hab‘ ich doch – Leo schaut nach: nein, die hat er nicht, er hat Hands und Pass it on – gleich im Anschluss also – Elvin Jones kann ich sehen: The Real Mc Coy, der Elvin also mit Mc Coy Tyner auf Tour – auch Blue Note – da stand im Wiki – Bennie Wallace sei erst unter Blue Note in Europa bekannt geworden – auch das ein Rätsel, ich meine: Enja ist doch keine unbekannte Adresse hier – wieviele Agenten braucht ein Jazzmusiker – ist das nun – ja, da ist die Scheibe schon zuende – dimdimdim bumbum drum drum drum – rollen sie aus – nicht fragen, Jungs, kaufen – das kann ja wohl auch nicht das Resumee sein? Doch. Wahrscheinlich.  Vielleicht ist aber die Idee, entlang dieses Buches Musik zu hören doch nicht so schlau? Was ich nun gar nicht verstanden habe: Das Schlagzeug wird am Schluss einfach abgeschnitten – gehört das zum Gag?

Blue Note 1976 – ebender Elvin Jones am Schlagzeug – Joe Henderson am Sax, Ron Carter am Bass, Mc Coy Tyner am Piano – nur soviel: an dieser Scheibe stimmt nichts – Sound ist eine einzige Blechtomate – das Analoge rennt ins Dialoge, das Tyner Finger schlägt den Zwölftonblues – der Elvin Jones ist ziemlich zurückgestuft und marschiert neben Ron Carter in einer eigenen Wüste – am schlimmsten ist aber Mc Coy Tyner – als würde der sich gerade einen eigenen Quintenzirkel bauen – die Töne sind wahrscheinlich aus Holz oder Regenrinne – Tonquali zur Rattenbekämpfung gedacht – und trotzdem – genau das ist doch so schön schmutzig, dass dir dein ganzes Abitur flöten geht – Mc Coy Tyner findet bei Rüedi dreimal Erwähnung: The turning point, New York Reunion und Live at sweet basil – ach Gott, und dann wird das Turbogedüse des ersten Stücks Passion Dance auch noch ausgeblendet – naja, glaube sowieso, dass der Jazz schon seit es ihn gibt in der Krise steckt – fingerfertig scheint Mc Coy auf alle Fälle – wirbel wirbel – schon das ein Missverständnis grundsätzlicher Natur – man spiele das alles so falsch, dass es wieder nicht richtig klingt, hat seinen Reiz bis zur Atonalität – aber nicht doch in dieser Blechbüchse von Sound – oder doch? Ratlos switcht Leo zur nächsten Nummer:

daveholland
Label: EmArcy Records/Universal Music – Susan Archie, Art Direction, Design Marirosa Tenore, Photography; Willie Marquez, Cover Illustration

Dave Holland, Hands 2010, spanisch wirds:

Flamenco, mit dem ersten Akkord erkennbar, Paco de Lucia, gespielt von Pepe Habichuela, da ist natürlich noch viel mehr los, diese Musiker nämlich: Personnel: Pepe Habichuela: guitar; Dave Holland: bass; Josemi Carmona: guitar; Carlos Carmona: guitar; Israel „Pirana“ Porrina: cajón, palmas, percussion; Juan Carmona: cajón, palmas, percussion. Das ist leichte und angenehme Musik für einen Kamin-Abend im spanischen Schuldenberg ohne Schulden. (wie kannst du sowas denken, nein, ich hab’s nicht gedacht, der Gitarrist wars. So nicht. Nein.) Wer wie ich eine Flamenco Gitarre besitzt, darf auf keinen Fall solche Gitarristen zu seinen Vorbildern machen, die sind einfach zu schnell – zu fingerfertig – nun das Ketzerische zu dieser Platte: Was will Holland eigentlich hier? Denn die vier Fingervirtuosen, also die an den Gitarren, brauchen keinen Bassisten für das, was sie hier machen – ist dem Holland wohl ein Bedürfnis gewesen, mal weg vom Stress des Elektrischen und Gestörten der Intelligenzbestien in allen Studios – schließlich braucht auch ein Bassist mal Urlaub – und warum nicht das Nützliche mit dem Unsinnigen verbinden? – also gut – ein Ausflug – mehr nicht nicht weniger – tut nicht weh – schadet auch niemandem – ein poststrukturalistisches Flamenco-Märchen – höre ich da etwa auch seinen Atem? Noch diese hier, dann schluss für heute:

Niklaus Troxler, Cover Art; Label: Emarcy Records / Universal Music

Dave Holland, Pass It On 2008,

Mit Trobone (Robin Eubanks) gehts los, Saxophon (Antonio Hart) und Trompete (Alexander Sipiagin) kommen hinzu – das fetzt schon mal, wird immer dicker, es kommen hinzu: Schlagzeug (Eric Harland), am Klavier (Mulgrew Miller) und hat da gleich einen so schönen SchnuckSchnuck Beat gefunden, da könnte man Tagelang drauf rumreiten – ich habs dann nach ca. sechs Minuten auch drauf – trommel schon auf dem Tisch rum – die Beine machen schnippschnapp – diese Bigband-Choruse aber auch – wer BigBand nicht mag – tschüss, wer es trotzdem nicht mag, hier machts sogar Spaß – klippklapp Rhythmus und Mr Trombone lässt zum Schluss eine kleine schicke Tonleiter raus. Stück zwei darf dann Miller eröffnen – ein Bigband-Konzept für sechs fliegende Tassen – allerdings auch hier: Was macht Holland da? Er rollt mit seinem Bass die Straße runter – oder hinter den Jungs her – Samba Ramba – ist eine relativ laute aber unspektakuläre Platte mit nettem Geschrummel – die drei Scheiben allerdings nichts Vergleichbares zu dem von Bennie Wallace.

Barbara Wojirsch, Cover Design; Label: Label: Ecm Records

 

 

 

 

 

 

Dave Holland, The Razor’s Edge

The Dave Holland Quintet – Holland on Bass, Chris Potter on Tenor Sax, Robin Eubanks on Trombone, Steve Nelson on Vibes and Billy Kilson on Drums – in concert with the NDR Big Band

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chrispotter
Isabelle Wong, Design; Michael Piazza, Photography;Jordin Isip, Illustrations – Label: Verve/Universal Music

 

 

 

 

 

 

wo wir schon bei Chris Potter sind: hauptamtlich Saxophonist, nebenamtlich Begleitmusiker und Arrangeur und Komponist. Setzt sich gleich mal ein eigenes Denkmal – bestechend/betörend vor allem die Melodien, die jeweils zu kleinen Ohrwürmern werden.

– Verve Music, 2001, Gratitude: Chris Potter, Tenor, Alt-, und Soprano Sax, Bass Clarinet, Alto Flute, Chinese Wood Flute; Kevin Hays, Piano, Fender Rhodes; Scott Colley, bass; Brian Blade, drums.

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Cover Painting: Wassily Kandinsky; Design: Anilda Carrasquilo

 

Jim Hall, (geb 1930, gest. 2013), der Gitarrist mit der vielleicht größten Wirkung, Tiefe, dem weitreichendsten Einfluß, je mehr man sich mit ihm beschäftigt, desto mehr berufen sich auf ihn: von Pat Metheny, John Scofield über Larry Corryell bis John McLaughlin – er selbst fühlte sich beeinflusst von Charlie Christian und Barney Kessel, sagte aber in aller Bescheidenheit von sich, dass er immer Lernender war, sich auch von Schülern und Freunden beinflussen ließ, ein Geben und Nehmen

– auf dieser Aufnahme nun 5 x 2, heißt: fünf Partner spielen jeweils zwei Stück mit ihm. Das sind die Gitarristen Mike Stern und Bill Frisell, Joe Lovano am Tenorsax, Flügelhornist Tom Harrell und Gil Goldstein am Akkordeon, ein Stück kerniger, knackiger oder nussiger als das andere, wie es so schön prosaisch heißt in den diversen Besprechungen der unterschiedlichen Jazzpäbste. Es fehlen noch: trocken, stimmig, treibend, stoffig, fließend, gelassen stürmisch, wetternd und streng phrasiert – dialogisch eben, oder wie es schon im ersten Stück heißt: Frisell Frazzle, übersetzt: Frisell Fetzen und/oder Frisell Lumpen.

Oder nur stockstur wippend bluesig. Alles richtig. Vor allem dass das eine feine bunte Mischung ist, eine Aufnahme die man auf Random-Repeat stellen kann, was so viel heißt wie: sie bleibt auch nach mehrmaligem Hören bunt und vielseitig und entfaltet immer mehr der kleinen lustigen Bläschen in den Tonkammern des Kopfs. Naja, nicht übertreiben gleich. Aber doch: Eine wunderbare Einstiegsdroge für die, die Jim Hall nur vom Hören/Sagen kennen. Ein wunderbarer Fön für die, die wissen und gesehen und gelesen und gehört haben, dass Jim Hall so etwas wie der Vater von Pat Metheny sei für Pat Metheny.

Wer zu dieser Scheibe aus berufenerem Mund etwas lesen will, bei Peter Rüedi heißt es S.622: „In den zehn Gesprächen mit Wahlverwandten weht eine edle Einfalt und stille Größe, ein freilich nie gipsener Klassizismus.“

Mein Lieblingsstück auf dieser Aufnahme: Stern Stuff – der drängelnde Stern gegen mit auf oder unter dem ruhenden Hall – großartig! gleich gefolgt von Dialogue – für jeden Jazz-Liebhaber eine Must-Have – würde ich mal so behaupten und stehen lassen.

– mit meinen eigenen Worten würde ich es so sagen: Das ist ungefähr so spektakulär wie Schwarzbrot mit Nusschokolade – einfach prima. Davon müsste es gleich einen Nachschlag geben. Deswegen empfehle ich die hier: Pat Metheny mit Jim Hall Jim Hall & Pat Metheny – ein Generationen-Treffen-Fest.

– Telarc, 1995 , Gitarre: Jim Hall, Bill Frisell, Mike Stern – Akkordeon: Gil Goldstein – Flügelhorn: Tom Harrell –  Saxophon: Joe Lovano – Bass: Scott Colley – Schlagzeug: Andy Watson

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